20. Mai 2026
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👩🔧In der INTEGRAL Werkstatt für Menschen mit Behinderungen wird die Arbeit an den Menschen angepasst – nicht umgekehrt. Und mehr noch: Unsere Mitarbeitenden mit Behinderungen entscheiden selbstbestimmt mit, wie ihre Arbeit gestaltet wird – sowohl in Bezug auf ihren individuellen Bedarf als auch auf die konkrete Umsetzung. Oft entstehen Lösungen aus eigener Initiative.
Ein tolles Beispiel aus dem Werkstatt-Alltag
🚿 Frau Acikgöz arbeitet in der Hauswirtschaft unserer Werkstatt. Sie ist Rollstuhlfahrerin und sorgt trotzdem jeden Tag dafür, dass alle Läufer auf sämtlichen Etagen gereinigt werden. Dafür transportiert sie zwischen ihren Füßen auf dem Rollstuhl einen Wischeimer, in dem sie ihre Tücher immer wieder auswäscht.
Frau Acikgöz leidet oft an Rückenschmerzen und manchmal ist das ständige Bücken ein Problem.
💡Gemeinsam wurde
nur wenige Türen weiter an der Lösung gearbeitet.
In der
Metallwerkstatt arbeiten sehr erfahrene und kreative Menschen mit
Behinderungen, die täglich selbstständig Kundenaufträge bearbeiten und
Vorrichtungen eigenständig bauen. Die
Gruppenleitung begleitet und unterstützt – ohne den Mitarbeitenden die Lösungen
abzunehmen.
📐 Ein kleines Team machte sich direkt an die Arbeit: Von den ersten Abmessungen über Zeichnungen und Schweißarbeiten bis hin zur Testphase und Einweisung von Frau Acikgöz wurde alles eigenständig umgesetzt.
Das Ergebnis: eine ergonomische Wischeimerhalterung, ein individueller Vorrichtungsbau, der perfekt auf die Bedürfnisse von Frau Acikgöz zugeschnitten ist.
🦾 Selbstbestimmt hat Frau Acikgöz ihren Arbeitsalltag verbessert, personenzentriert und eigenständig haben ihr ihre Kollegen geholfen.
So sieht echte Teilhabe aus.
#Personenzentrierung #Teilhabe
(Fotos und Text: L. Marrocco)