26. Mär 2024

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Inklusion in Aktion

Artikel über die Werkstatt von INTEGRAL im Magazin "Herbstfeuer" der Seniorenstiftung

Inklusion in Aktion

In diesem Artikel von Ramona Fülfe der Seniorenstiftung erfahren Sie mehr über die Werkstatt und die langjährige Kooperation zwischen der Seniornestiftung Prenzlauer Berg und INTEGRAL.

herbstfeuer

INTEGRAL e.V. ist ein sozialer Träger und stellt Dienstleistungen mit und für Menschen mit Behinderungen bereit und engagiert sich aktiv für ihre Belange. Als Träger der Anerkannten Werkstatt für Menschen mit Behinderungen werden vielfältige Tätigkeitsfelder durch ein breites Spektrum an Dienstleistungsangeboten an zwei Standorten in Prenzlauer Berg abgedeckt. In diesenverschiedenen Arbeitsbereichen von Aktenvernichtung über Lager-, Holz- und Metallarbeiten bis hinzu Speiseversorgung und Hauswirtschaft haben Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem ihre Fähigkeiten gefördert werden. Dadurch ist es ihnen möglich, sich beruflich neu zu orientieren und weiterzuentwickeln.

Die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gibt es seit den 1960er Jahren. Die Einrichtungen wurden in Deutschland gegründet, um Menschen mit Behinderungen eine sinnstiftende Beschäftigung und Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, wenn sie aufgrund ihrer Beeinträchtigung nicht am regulären Arbeitsmarkt teilnehmen können.

Die langjährige Geschäftspartnerschaft zwischen der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg und INTEGRAL e.V. hat sich dabei als äußerst fruchtbar erwiesen. Das bunte Portfolio von Dienstleistungsangeboten, wie Maler-, Gartenarbeiten oder der Druck- und Kopierservice, wird von der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg mit großer Zufriedenheit genutzt. So werden zahlreiche Druckerzeugnisse wie der Imageflyer oder Gruß- und Einladungskarten der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg in der inklusiven Druckerei-Werkstatt von INTEGRAL hergestellt.

Ein Grund mehr, einmal einen Blick hinter die Kulissen der INTEGRAL – Werkstätten zu werfen. Persönlich interessiert, nahm Vorstandsmitglied Philipp Kramp auch in seiner Rolle als Redaktionsleiter dieses Stiftungsmagazins mit Freude die Einladung an, im Februar an einer persönlichen Führung durch die INTEGRAL-Werkstätten teilzunehmen.

Nach einer freundlichen Begrüßung durch Vorstand und Geschäftsführung, beginnt die Führung mit Annett Sprang, Werkstattleiterin am Standort Hermann-Blankenstein-Str. 49, und Abteilungsleiter Enzio Harz. Von der Konfektionierung und Verpackung über die Metallverarbeitung bis hin zum Postversand - in jeder Werkstatt herrscht eine geschäftige Aktivität, die von den Mitarbeitenden mit Stolz und Hingabe gelebt wird. Während der Führung ergibt sich ausreichend Gelegenheit, mit den Werkstatt-Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen und mehr über ihre individuellen Fähigkeiten und Interessen zu erfahren. Stolz zeigen und erklären sie ihre jeweiligen Aufgabengebiete. Diese persönlichen Begegnungen konnten ein tiefes Verständnis für die Bedeutung der Arbeit in der Werkstatt und die positiven Auswirkungen, die diese auf das Leben der Menschen mit Behinderungen haben, vermitteln.

Darüber hinaus wurden durch Annett Sprang und Enzio Harz unterstützende Dienstleistungen für die Mitarbeitenden vorgestellt, wie therapeutische Programme, Beratungs- und Coaching-Angebote sowie die Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung.

Schließlich wurde auch ein arbeitsintegrierter Berufsbildungsbereich geschaffen, auf den Annett Sprang näher eingeht: „Wenn jemand in unsere Werkstatt kommt, durchläuft er einen zweijährigen Berufsbildungsbereich, in dem er sich auf zwei Berufe vorbereiten kann. Das Angebot sieht vor, dass die Person sich auf zwei Tätigkeitsbereiche einlässt und ausprobiert, wie gut er oder sie damit zurechtkommt. Dieser Abschnitt ist so konzipiert, dass er als Orientierungsphase dient. Hier können verschiedene Berufe und Arbeitsumgebungen ausprobiert werden, um auch herauszufinden, ob Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung besser geeignet ist, welche Arbeitstage passen und ähnliches. 

Es gibt auch begleitende Angebote wie Lesen- und Schreibkurse sowie Computerkurse.“ Für Menschen, die überhaupt noch nicht an einen Arbeitsalltag gewöhnt sind, ein wirklich tolles Angebot mit dem Ziel, sie vielleicht zukünftig auch wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt zu platzieren.

Insgesamt hat die Begehung der INTEGRAL - Werkstätten für Menschen mit Behinderung einen inspirierenden Einblick in eine lebendige Gemeinschaft geboten, in der jede einzelne Person die Möglichkeit hat, sein volles Potenzial auszuschöpfen und ein erfülltes Arbeits- und Lebensumfeld zu genießen.

Die gute und vertrauensvolle Kooperation zwischen der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg und INTEGRAL e.V. trägt zur Zufriedenheit beider Seiten bei. Philipp Kramp, Vorstandsmitglied und Einrichtungsleiter der Pflegeeinrichtung Gürtelstraße 32a zieht aus der langjährigen guten Zusammenarbeit eine positive Bilanz: „Wir haben allein in den letzten fünf Jahren in unseren vier vollstationären Pflegeeinrichtungen dank des Dienstleistungsangebotes von INTEGRAL sehr viele Arbeiten fertiggestellt. Das hätten wir ohne die effektive Zusammenarbeit nicht geschafft.“

Die Seniorenstiftung Prenzlauer Berg kann also die Auftragsvergabe an die anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung von INTEGRAL e.V. in jedem Fall empfehlen und genießt zum Abschluss an die Führung am Standort Storkower Straße 125 durch den Betriebsstättenleiter Dirk Dederding das Mittagsangebot des inklusiven Küchenteams im Bistro 125. Schauen Sie dort gern einmal vorbei. Das Bistro 125 öffnet seine Türen von Montag bis Donnerstag von 7:30 bis 13:30 Uhr und freitags sogar schon ab 7:00 Uhr bis 13:00 Uhr. Hier erwartet Sie eine vielfältige und wöchentlich wechselnde

Auswahl an köstlichen Speisen, die besonders den vegetarischen Gaumen erfreuen.

(Artikel und Fotos: R. Fülfe, Seniorenstiftung)

Hier finden Sie den gesamten Artikel über INTEGRAL HERBSTFEUER-Artikel.

Hier finden Sie das gesamte Seniorenstiftungsmagazin: HERBSTFEUER.

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